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Wasser

Entsalzungs-Weltmeister und Recycling-Champion Israel:

2016 wird Israel mehr als die Hälfte seines nationalen Wasserbedarfs mit einer Wasseraufbereitungsanlage decken.

Die Aufforstung von 900 Millionen Hektar Wald könnte zwei Drittel der CO²-Emissionen verschlingen. Dies meint Jean-François Bastin von der ETH Zürich und seine Kollegen

Israel Mitzpe Ramon
Ein Hotelpool in Mitzpe Ramon, mitten in der Wüste Negev. Mit neuen Technologien kann Israel jetzt auch in Dürrezeiten einen großen Teil seines Wasserbedarfs decken. Quelle: GEO online

Aufforstung ohne Wasser nicht möglich

Aber er hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Überall herrscht Wassermangel und der Grundwasserspiegel sinkt ständig. Wir brauchen also zunächst utopisch viel Wasser. Alleine um die bestehenden Wälder zu schützen, brauchen wir mehr Wasser. Um dies zu realisieren, sind gigantische Investitionen erforderlich, die keine hohen Renditen bringen werden. In den USA sind riesige Landstriche nicht nutzbar, weil Wasser fehlt. In Chile wird den armen Bauern durch gigantische Avocado-Plantagen das Grundwasser entzogen und es werden täglich rund 21.000 Tonnen Lithium produziert. Die Lithiumproduktion benötigt gigantische Mengen an Grundwasser, allein an einem Ort bis zu 21 Millionen Liter täglich. Chile wird zur Wüste. Überall auf der Welt verdunstet Wasser durch die künstlichen Erwärmung der Atmosphäre. Die Grundwasserspiegel fallen täglich. Unter diesen Umständen ist es unmöglich, große Flächen Wald anzubauen. Auch die Lebensmittelproduktion wird bald an ihre Grenzen stoßen. In Deutschland, einem der wasserreichsten Länder der Welt, trocknen die Felder aus und im Sommer sinkt der Wasserstand in den Flüssen so tief, dass eine Schifffahrt kaum mehr möglich ist. Was Brasilien gerade macht, ist purer Wahnsinn. Urwälder wachsen auf einer dünnen Humusschicht, darunter gibt es nur Sand. Für den Anbau von Kulturpflanzen und die Tierhaltung werden wiederum sehr große Mengen Wasser benötigt, aber Brasilien wird es ohne den Regenwald nicht haben. Brasilien wird also erst zur Steppe und dann zu einer Wüste.

Es geht nur mit Entsalzungsanlagen, einem gigantischen weltweiten Wassernetz, unbeschreiblichen Investitionen, wenig Rendite

Also müssen wir Entsalzungsanlagen bauen, das Wasser aus den Meeren holen und sie zu den Feldern und Wäldern bringen, bevor wir uns irgendwelchen Fantasien hingeben. Studien sind schnell gemacht. Leicht verdientes Geld, das Regierungen gerne bezahlen, um die Menschen zu beruhigen. Dies ist jedoch keine Lösung, sondern soll den Politikern nur helfen, ihre Amtszeit ohne größere Schwierigkeiten zu beenden.

Es gibt noch einen Aspekt: Grundwasser auf zu füllen und, auch die Wüsten, wieder auf zu Forsten, führt vermutlich zu einer starken Wolkenbildung, welche die Erde schnell wieder abkühlen könnte und zwar auf eine weltweite Durchschnittstemperatur von 20-25°C.

Aber: Es gibt mehrere Probleme mit den Anlagen. Lesen Sie im Folgenden um was es geht und wie es vermieden werden kann

In den trockenen Regionen wie Israel, Arabische Emirate, Nordafrika, Marokko, Spanien sowie in Nordamerika befinden sich die größten Meerwasserentsalzungsanlagen und zwar konkret in 177 Ländern der Welt. In 15 906 Entsalzungsanlagen werden täglich 95 Millionen Kubikmeter Süßwasser produziert, aber leider auch 142 Millionen Kubikmeter Sole. Diese konzentrierte Salzlauge enthält nicht nur Salz sondern auch Chemikalien und gelöste Metalle wie: Magnesium, Natrium, Calcium, Kalium, Brom, Kupfer, Chlor und Lithium, welche nachweislich Krebs erzeugen und das Erbgut schädigen können. Diese Stoffe sollen die Verstopfung der Anlagen verhindern. Anstatt diese gefährliche Suppe zu recyclen, was ohne weiteres möglich wäre, wird die Sole meistens in Meer zurück gepumpt und schädigt die dort lebenden Meeresbewohner erheblich. Außerdem gelangen diese Stoffe, vor allem die gefährlichen Schwermetalle so auch in unsere Nahrungskette.

Auch die Verklappung in Tiefbrunnen oder Endlagerung post Trocknung in Erdlagern ist natürlich auf Dauer keine Lösung. Die Gesundheitsrisiken sind auch hier gegeben.

Entsalzungsanlage Abu Dabi
Entsalzungsanlage in Abu Dabi Quelle: Wikipedia


Prinzip Mehrstufige Entspannungsverdampfung
Quelle: KSB

Prinzip der Umkehrosmose
Quelle: KSB

Die Aufbereitung der Sole ist möglich und dringend nötig

Es ist durchaus möglich  bessere Behandlungsverfahren für diese Rückstände zu entwickeln und an zu wenden. Sie könnten herausgebracht und wieder verwendet werden. Das würde jedoch die Gewinne der Betreiber verringern, deshalb wird meist darauf verzichtet. Auch hier steht wieder die so genannte Wirtschaftlichkeit vor dem Umwelt und Gesundheitsschutz. Nach deutschem Grundgesetz zumindest wären all diese Verfahrensweisen streng zu verbieten. Bislang ist die Technologie der Aufbereitung noch nicht ausgereift und die Rückgewinnung nicht wettbewerbsfähig. Aber berechnet man die Folgekosten, für den schludrigen Umgang mit den Resten einer Produktion, so wie es im Kapitalismus schon immer gehandhabt wurde, kommen wir auf eine sehr negative Bilanz.

Ich gebe auch hier, an dieser Stelle, zu bedenken, dass wir alle uns, gerade durch die so genannten Wirtschaftlichkeit, an genau der Stelle befinden an der wir uns befinden, nämlich am Rande eines ökologischen Kollaps, und hätten wir von Anfang darauf verzichtet unseren Dreck einfach in die Umwelt zu kippen und unsere Abgase einfach in die Luft zu pusten, alles ab zu holzen und aus zu beuten, ja dann, dann bräuchten wir überhaupt keine Entsalzungsanlagen. Nun sind sie aber nötig und wir sollten zu mindestens jetzt begreifen, dass die so gepriesene: „Wirtschaftlichkeit der so genannten Wettbewerbsfähigkeit“ ein sehr teures und dummes Unterfangen war und ist bei der die Kosten nur exponentiell, expandierend in die Zukunft verschoben wurden und immer noch werden.

Außerdem gibt es auch noch andere Möglichkeiten mit der Sole um zu gehen

Ein ganz anderes Verfahren wird hier angewendet welches eben keine Chemikalien und/oder Metalle benötigt. Das Meerwasser wird vorgefiltert, die Entsalzung erfolgt über Verdampferrohre in einem Dampfverdichtungsraum. Die Wasserqualität ist hervorragend und kann zur Trinkwasserherstellung genutzt werden. Das Beste daran ist, die saubere Sole kann, in Solebädern medizinisch, oder über Salinen, zur Speisesalzherstellung, verwendet werden.

Dieses neue Verfahren wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) und dem Ministerium für Wirtschaft und Angelegenheiten der Europäischen Union, Mecklenburg Vorpommern.

Anlagenschema

Entsalzungsanlage

Unter nebenstehenden Link: https://www.wmea.eu/  können Sie sich ein Bild über die Vorteile machen. Noch sind die Anlagen vergleichsweise klein, könnten, so denke ich, schnell auch in größerem Maßstab geplant und gebaut werden.

Netzunabhängige Entsalzungsanlage
Komplett Netzunabhängige Entsalzungsanlage Quelle: WME


Anstatt Billiarden von Geldern in eine marode Massenproduktionswirtschaft zu pumpen oder Milliarden Euro in Forschungskraftwerke (Fusionsreaktoren) zu stecken die niemals Energie liefern werden, sollte man mehr in solche Anlagen investieren, in praktikable Techniken, um mit den anstehenden Umweltproblemen fertig zu werden.



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